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Alle Produkte von Roberto Henriquez

Roberto Henriquez

Wenn Exil-Chilenen das Wort "Vino Pipeño" hören, dann bekommen sie Gänsehaut und Fernweh. Kein Wein ist mehr mit der Geschichte Chiles verbunden als dieser, kein anderer Wein repräsentiert diese besser. Erst in den 90er Jahren begann eine zaghafte Renaissance, nachdem ein paar Franzosen wie der legendäre Marcel Lapierre aus dem Beaujolais die qualitativen Möglichkeiten in diesem „Bauernstoff“ erkannten. Unter anderem wandten sie die Maceration Carbonique, bei der ganze Traubendolden mazeriert werden, an. Durch den Druck im geschlossenen Gebinde und das Gewicht der Beeren vergärt der auslaufende Saft wie in einem Kessel und entwickelt fruchtige Aromen und eine Intensive Farbe. Immer rasanter avanciert der "Vino Pipeño" zum Kultgetränk u.a. auch in Londoner und New Yorker Weinbars. Insbesondere seitdem sich die Natural Wein Szene für ihn zu interessieren begann, ist aus dem lokalen Wein ein Exportartikel geworden. Denn Chile ist im internationalen Kontext vor allem bekannt für fruchtige, wuchtige moderne Kellereiware, die von globalen Playern an Discounter vertrieben wird. Seelenlos, gesichtslos und austauschbar kontrollieren sie 90% des Ausstoßes. Das kann man vom „Vino Pipeño“ nicht sagen, auch wenn seine süchtig machende süffige Art, der transparent leicht fruchtig-kräuterige Stil und die würzige Erdigkeit mit den gelernten Geschmacksmustern bricht. Sein Charme liegt darin, ihn bei Tisch zu fettigen, deftigen und schmackhaften, gut gewürzten Speisen zu trinken. Jeder Winzer hat sein eigenes Rezept zur Herstellung, aber ein paar Gemeinsamkeiten gibt es. Er stammt aus den südlichen, kühleren Regionen des Landes names Itata, Bio Bio und Maule. Die manchmal über 250 Jahre alten Reben wie die rote Pais (Criolla, Listan Prieto oder Mission Grape) und weiße Sorten wie Moscatel und Semillon, kamen mit den Padres bereits im 15. Jahrhundert ins Land. Darüber hinaus sind Rebsorten wie Carignan, Chasselas und Corinto zu finden, die auf den sandigen Weinbergen aus verwittertem Granit und Basaltboden namens „de Trumao“ wachsen. Der Ausbau findet unterschiedlich in Fiberglas, Edelstahl oder alten Fässern statt.

Roberto Henriquez gehört zu den jungen Wilden der hiesigen Szene. Seine Ausbildung machte er bei großen Playern wie Santa Ema und Santa Rita, doch seine wahre Bestimmung sollte er in Frankreich bei den Loire-Winzern Agnés und René Mosse erlernen. Das Paar bewirtschaftet Weinberge bei Angers nach biodynamischen Kriterien und keltert „au naturel“. Dem minimalen Einsatz von Hilfsmitteln und der stetigen Verfeinerung seines Stils, wie z.B. der Ertragsbegrenzung oder biodynamischen Bewirtschaftung, gilt Robertos Augenmerk. Obwohl er seine Weine als Pipeño deklariert, entsprechen seine Interpretationen nur teilweise der bäuerlichen oder althergebrachten Mönchvariante. Diese wird zu 100 % aus Pais gekeltert, die Entrappung findet auf Zarandamatten (Zweigen eines chilenischen Bambus „coligües“) statt und die Vergärung in Rauli Wood, einer einheimischen Buchenart. Für den Ausbau und die Reifung nimmt man gebrauchte sogenannte Pipa-Fässer. Bei Robertos Weinen kommen auch Edelstahl, große Fässer und gebrauchte alte oder ungetoastete Barriques zum Einsatz. Dennoch behält er wichtige, althergebrachte Stilelemente wie das Vergären im Rauli-Holz bei. Alle Weine sind spontan vergoren, unfiltriert, ungeschönt und unbehandelt, nur kurz vor der Abfüllung wird minimal geschwefelt. Wer von diesen Weinen nicht gekostet hat, der hat die Seele des südamerikanischen Weinbaus noch nicht zu spüren bekommen.

Die Region: Bío Bío / Itata

Chile ist das schmalste und längste Land der Welt auf der Landkarte. Die Weinberge erstrecken sich an der 5000 km Küstenlinie, eingepfercht auf ca. 200 Kilometer zwischen Anden und Pazifik. Der meiste Wein stammt aus dem Central Valley und berühmten Regionen rund um die Hauptstadt Santiago de Chile wie Maipo, Curico, Colchagua und Rapel. Ganz im Süden, ca. 400 km von Santiago entfernt, liegen Bio Bio und Itata. Vor einigen Jahren begannen sich die großen Kellereien zunehmend für geeignetes Terrain, auf dem elegante Pinot Noir und Chardonnay wachsen, zu interessieren. Doch hier gibt vor allem viele alte Anpflanzungen von Pais und Semilion, aber auch Cabernet Franc oder Cinsault. Das meiste davon wurde und wird zu Pisco destilliert oder als Massenwein verkauft. Die Reben wachsen buschartig, unbewässert und vornehmlich auf verwittertem Granit, Basalt, in Flussnähe auf Schwemmland und auf vulkanischem Boden, was einzigartig für Chile ist. Im Gegensatz zu den anderen Regionen regnet es bis zu 130 mm pro qm im Jahr. Das Klima ist größtenteils mediterran warm mit Weingärten die sich auf bis zu 200 Meter über dem Meer erheben.

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