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Edelreiser a.k.a. Edelreis

Das auf eine Unterlagsrebe aufgepfropfte Oberteil einer Weinrebe nennt man Edelreiser. Während die Unterlagsrebe nur für die Bildung der Wurzeln verantwortlich ist, ist es der Edelreiser, der alle anderen Eigenschaften der Rebe und den Charakter der aus ihr entstehenden Weine bestimmt.

Der Edelreiser ist also dafür verantwortlich, um welche Rebsorte es sich beim neuen Rebstock handelt. Edelreiser werden in Rebschulen aus ausgewählten Reben geschnitten: Sie bestehen aus einem nur wenige Zentimeter langen, einjährigen Trieb mit einem Auge. Der wird auf Unterlagsreben gepfropft – aus dem einen Auge wächst dann die neue Pflanze. Wie beim Absenker auch ist sie genetisch mit ihrer Elternpflanze identisch.

In der Rebschule bekommen sie auch einen Pflanzenpass, ohne den neue Rebstöcke im Ertragsweinbau EU-weit nicht gepflanzt werden dürfen. Der Pass bescheinigt der Rebe die genetische Gesundheit und die Eignung für den kommerziellen Anbau.

Typischerweise findet sich die Veredelungsstelle, also der Punkt, an dem Edelreiser und Unterlagsrebe miteinander verbunden sind, ein kleines Stück oberhalb der Erdoberfläche. So wird vermieden, dass sich unbeabsichtigt spontane Wurzeln mit der Genetik der Edelreisers bilden und so ein Einfallstor für die Reblaus geschaffen wird.