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Tuffstein

Mit dem Tuffstein ist es nicht ganz einfach, jedenfalls in der Weinwelt. Meist ist, wenn im Deutschen von Tuffstein die Rede ist, ein Gestein vulkanischen Ursprungs gemeint. Das besteht aus verdichteter, bei Vulkanausbrüchen entstandener Asche und diversen Gesteinseinschlüssen. Ein hoher Anteil ebenfalls eingeschlossener Gase sorgt macht diese Gesteinsart sehr porös und sorgt für ein enormes Wasserspeichervermögen. In der Weinwelt spielt diese Art von Tuffstein in diversen Regionen Italiens eine Rolle, angefangen vom Soave im Norden über Frascati und Orvieto bis hin nach Sizilien zum Fuße des Ätna.

„Something completely different“ ist das, was in Frankreich und dort vor allem an der unteren Loire als Tuffeau bezeichnet wird. Der ist eine spezielle Kalkstein-Unterart und das Gestein, das dort nicht zuletzt auch die Außenansicht der weltberühmten Schlösser prägt. Entstanden ist es durch Ablagerung (a.k.a Sedimentation) in der Kreidezeit und unterscheidet sich vom klassischen Kalkstein im Wesentlichen durch die Art der versteinerten Einzeller.

Neben der Architektur prägt der Tuffeau der Loire aber natürlich auch die dort wachsenden Weine. In Tourraine, Chinon und Saumur verleiht er insbesondere dem Breton, wie der Cabernet Franc an der Loire auch genannt wird, die mineralische Tiefe, die seine Herkunft aus dieser Region so unverkennbar macht. Aber auch Weine aus der Chenin-Blanc-Legende Brézé und an anderen Orten in Saumur erhalten oft eine ganz spezielle, fast elektrisierend wirkende Mineralität, wenn die Reben alt genug werden, um mit ihren Wurzeln die tieferliegenden Tuff-Schichten zu durchdringen.

So wenig die beiden Tuffsteinarten aber auch geologisch miteinander zu tun haben mögen – eine Sache haben sie doch gemeinsam. Denn auch der Loire-Tuff zeichnet sich durch eine verhältnismäßig geringe Dichte und eine vergleichsweise hohe Wasserspeicherfähigkeit aus.