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Entblättern

In Fragen der Gesundheit ist die Weinrebe ähnlich heikel wie eine Operndiva. Doch während letztere ihre Stimmbänder stets durch dicke Schals schützt, ist es bei der Rebe eher umgekehrt. Sind die Trauben zu stark von Blättern umgeben, werden sie schnell krank. Deshalb ist das Entblättern der Traubenzone – also des unteren Bereichs innerhalb der Laubwand, in dem die Trauben hängen – eine der wichtigsten Maßnahmen innerhalb des —>Laubwand-Managements.

Insbesondere zum Herbst, wenn die Niederschläge zunehmen und die Kraft der Sonne nachlässt, ist ein schnelles Trocknen für die Traubengesundheit extrem wichtig. Gleichzeitig ist die Gefahr von Sonnenbrand – denn auch Trauben können den bekommen – auf dem Beeren nicht mehr so stark wie noch im Sommer. Um Wind und Sonne das Trocknen der noch reifenden Trauben so leicht wie möglich zu machen, wird deshalb die Traubenzone mehr oder weniger stark entblättert.

Zeitpunkt und das genaue Ausmaß variieren stark. Ein erstes, leichtes Entblättern zur besseren Belüftung wird meist schon wenige Wochen nach Abschluss der Blüte durchgeführt. Deutlich stärker wird dann zum Herbst bei Beginn der Reifephase entblättert. Region, Rebsorte, Jahrgangsverlauf und Erziehungsform sind die relevanten Parameter, die die weiteren Details bestimmen.

Das Entblättern kann maschinell durchgeführt werden – insbesondere für Spitzenqualitäten wird aber oft von Hand und höchst selektiv entblättert. Bei nach Süden orientierten Rebzeilen ist es beispielsweise durchaus üblich, zuerst nur die Ostseite zu entblättern, um die vom Morgentau feuchten Reben durch die vormittägliche Sonne abtrocknen zu lassen, auf der Westseite aber das Blattwerk noch als Schutz- und zusätzliche Photosynthese-Fläche stehen zu lassen.