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Loin de l’Oeil a.k.a. Len de l’El

Die weiße Rebsorte Loin de l’Oeil ist im Gaillac im Südwesten Frankreichs zuhause. Wörtlich übersetzt bedeute der Name soviel wie „weit weg vom Auge“, was auf die Tatsache anspielt, dass die Trauben der Sorte über auffällig lange Stängel verfügen – und die Trauben somit weit entfernt von der ursprünglichen Knospe (a.k.a. „Auge“) hängen.

Vermutlich wurde die Loin de l’Oeil direkt aus einer Wildrebe selektioniert, als Sorte wird sie erstmals 1842 erwähnt. Die früh austreibende – und dadurch auch spätfrostgefährdete Rebe – ist früh- bis mittelreifend. Sie ist auch ausgesprochen wuchskräftig. Ohne den notwendigen Rückschnitt neigt sie deshalb in sommerlichen Wachstumsphasen zum Verwelken aufgrund von Kaliummangel. Wegen ihrer dünnen Schale ist sie darüber hinaus auch für Milben und Echten Mehltau (a.k.a. —>Oidium) anfällig.

Loin de l’Oeil liefert eher säurearme, dafür aber hocharomatische, bukettreiche Weine mit zitrischen und floralen Aromen. Spät gelesen und restsüß ausgebaut zeigt sie aber auch gern feine Birnen- oder Aprikosentöne. Die Sorte hat im Gaillac eine stolze Vergangenheit: Im Jahr 1870 belegte sie noch mehr als ein Drittel der gesamten Anbaufläche Region. Doch die Reblauskatastrophe hat ihrem Anbau dort dann beinahe völlig den Garaus gemacht. Heute sind immerhin wieder rund 600 Hektar mit Loin de l’Oeil bestockt.