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Stielgerüst a.k.a. Kamm, Rappen

Eigentlich ist die Weintraube ein Hochstapler. Denn sie ist gar keine echte Traube – jedenfalls botanisch gesehen. In Wahrheit ist sie eine Rispe. Denn bei einer echten Traube sitzen die Beeren am Stielgerüst direkt auf den seitlichen Abzweigungen. Bei Rispen – wie beim Wein oder auch der Johannisbeere – ist die natürliche Gerüstkonstruktion noch einmal weiter verzweigt.

Dem Weinmacher – und auch dem Weintrinker – darf diese botanische Sprachregelung aber ohnehin herzlich egal sein. Das Stielgerüst (in der Weinwelt auch Rappen oder Kamm genannt), an dem Blüten und später dann Trauben montiert sind, wird ohnehin meist vor dem Pressen der Trauben entfernt (siehe dazu unter —>entrappt). Denn die darin enthaltenen —>Tannine sind meist deutlich härter und grüner als die in Traubenhäuten und Traubenkernen – und dementsprechend unerwünscht. Nur in Ausnahmefällen wie der —>Ganztraubenpressung oder einigen klassischen Weinstilen (wie dem traditionellen —>Barolo) kommt das Stielgerüst mit den Beeren in die Presse.