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Mauzac

Der Mauzac ist der Jean Gabin unter den südfranzösischen Rebsorten: zuweilen etwas knorrig, dafür ausgesprochen charakter- und ausdrucksstark, und ungemein wandlungsfähig. Typisch für die weiße Rebsorte ist ihr unverkennbares Aroma von mürben Äpfeln und Apfelschalen, das sie vor allem entwickelt, wenn die Trauben vollständig ausreifen.

Angebaut wird Mauzac, der vollständig eigentlich Mauzac Blanc heißt, vor allem im Gaillac – ein Anbaugebiet, fast wie ein Museum für alte, autochthone Rebsorten. Viele sonst kaum noch angebaute Sorten finden sich hier noch wieder, wie beispielsweise auch der ebenfalls weiße Ondenc.

Aus der Sorte werden sowohl trockene als auch restsüße Stillweine gekeltert. Mauzac wiederum ist eine der drei wichtigsten weißen Sorten im Gaillac. Urkundlich erwähnt wurde er unter dem Namen Mausat erstmals im Jahr 1736, möglicherweise handelt es sich auch bei der schon 1525 erwähnten Sorte Mausague um Mauzac, sicher belegt ist das allerdings nicht. Aus der Sorte werden sowohl trockene als auch restsüße Stillweine gekeltert. Eine besondere Rolle spielt die Sorte im Südwesten auch bei der Produktion von Schaumweinen. Werden die nicht nach der Méthode traditionelle (also mit zweiter Gärung auf der Flasche), sondern nach der älteren, etwas rustikaleren —>Méthode ancestral hergestellt, müssen sie im Gaillac und im Limoux zu 100% aus Mauzac hergestellt sein. Eine Ausnahme ist der traditionelle Blanquette de Limoux, der aber auch immer noch nach 90 % Mauzac in der Grundwein-Cuvée verlangt.

Der Ursprung der Sorte ist nach wie vor ungeklärt. Durch DNA-Untersuchungen gesichert ist aber, dass es sich beim Mauzac Rosé tatsächlich um eine Farbmutation des Mauzac Blanc handelt. Dagegen ist der ebenfalls in der Region heimische Mauzac Noir aber eine völlig eigenständige Sorte. In den späten 1950er Jahren waren rund 8.500 Hektar im französischen Südwesten bestockt, 2016 waren es nur noch rund 1.500. Die spätreifende Sorte gilt als relativ robust gegenüber —>Oidium und —>Peronospora, dafür aber anfällig für Traubenmotten, Milben, die Schwarzflecken-Krankheit und Eutypiose.