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Transvasierverfahren

„Nicht Fisch, nicht Fleisch!“ mäkeln Freunde der traditionellen Flaschengärung. „Das Beste aus beiden Welten!“ sagen die mit dem inneren Controller. Die ganz Nüchternen stellen erst einmal fest: Das Transvasierverfahren ist eine Methode zur Herstellung von —> Schaumwein (mehr zu den anderen Produktionsschritten dort).

Recht haben sie alle. Die Methode verlegt nämlich den aufwändigsten Part der Herstellung – das Entfernen der Hefe nach Ende der 2. Gärung – in einen großen Drucktank. Kein Gerüttel, kein Gehampel mit Kältebad und Eispfropfen (a.k.a. Dégorgement) – das Vorgehen ist deutlich effizienter als bei der traditionellen Champagner-Methode.

Gestartet wird allerdings old-school – mit einer 2. Gärung in der Flasche (wenn auch in speziellen Gärflaschen). Nach deren Abschluss und der obligatorischen Hefelagerzeit wird dann umgefüllt in den Großtank. Dort wird die Hefe durch Filtration entfernt, mit der —>Versand-Dosage der finale Süßegrad (extra brut, brut, sec, demi-sec) bestimmt und wieder in Flaschen gefüllt.

Das alles geschieht unter Gegendruck – damit der feine Prickel auch ja drinbleibt im Schäumer. Und weil die 2. Gärung trotzdem in Flaschen und nicht – wie bei der Méthode Charmat – im Großtank stattfand, darf man sogar —> Flaschengärung aufs Label schreiben. Aber auch, wenn es nicht direkt gelogen ist – einen leichten Hauch von Rosstäuscherei umweht das Ganze dann schon.

Wer das vermeiden will, achtet darauf, dass traditionelle oder klassische Flaschengärung auf dem Etikett steht. Denn diese Bezeichnungen bleiben dem Transvasierverfahren verwehrt. Oder andersherum ausgedrückt: Immer, wenn ohne weitere Ergänzung das Wort Flaschengärung zu lesen ist, kann man davon ausgehen, einen Schaumwein nach dem Transvasierverfahren vor sich zu haben. Das kann allerdings selbst dem Champagnerfreund passieren. Denn die imposanten Großflaschen mit meist biblischen Namen wie Balthasar oder Nebukadnezar sind ebenfalls nicht in der Riesenbuddel vergoren worden. Sie wurden erst zum Verkauf gefüllt.