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Grillo

Der Grillo ist ein Erfolgsmodell unter den weißen sizilianischen Rebsorten. Obwohl er erst 1873 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird, hat er sich zu einer der klassischen Sorten für Weißweine der Insel gemausert. Vor allem die Reblaus-Katastrophe hat für seine Verbreitung gesorgt. Grillo darf sich zudem auch als echter Sizilianer bezeichnen: Denn eindeutigen Ergebnissen einer DNA-Studie zufolge ist er das Produkt einer leidenschaftlich-heißen Weinbergsnacht auf der Insel. Namentlich zwischen Cataratto Bianco Comune und dem Muscat d’Alexandrie der in Sizilien auch Zibibbo genannt wird. Die nicht selten anzutreffende Hypothese, dass Grillo von Apulien nach Sizilien gekommen sei, gilt heute als widerlegt.

Aromatisch steht beim Grillo die Zitrusfrucht im Vordergrund, bei besseren Exemplaren gern in Begleitung von floralen Tönen und einer betont salzigen Mineralität. Grillo ist wuchskräftig, mittelreifend, zudem ausgesprochen widerstandsfähig gegen winterliche Fröste. Weshalb sein Anbau insbesondere auch in höheren Lagen interessant ist. In Sachen Säure ein klarer Bonuspunkt im heißen Sizilien. Er ist weniger ertragreich als sein Elternteil Cataratto und außerdem anfällig gegenüber Echtem Mehltau (a.k.a. Oidium). Was seiner Beliebtheit auf der Insel allerdings wenig Abbruch tut. Fast 7.400 Hektar belegt die Sorte dort inzwischen – und die Tendenz geht nach wie vor steil. Vor allem im Westen Siziliens ist er im Anbau, dort bildet er auch die Grundlage für die sizilianischen Süßwein Marsala.

Neueste DNA-Untersuchungen haben habe eine faustdicke Überraschung zutage gefördert. Denn die Rebsorte Rossese Bianco aus dem ligurischen Riogaggiore ist genetisch zu 100% identisch mit dem Grillo. Wie es die Gene beziehungsweise Reben herauf in den italienischen Nordwesten geschafft haben, ist noch nicht bekannt. Und Achtung: Das gilt auch nur für den Rossese Bianco aus Ligurien. Die Rebe gleichen Namens aus dem Piemont ist ein genetisch wieder völlig anderer Schnack.