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Vijariego Negro (a.k.a. Sumoll)

Die rote Rebsorte Vijariego Negro ist auf den Kanarischen Inseln zuhause. Unter dem etwas verbreiteteren Namen Sumoll findet man sie aber auch auf dem spanischen Festland. Sie stammt aus den Penedès in Katalonien, wo ihre langen, dicken Trauben vor der Reblauskatastrophe Ende des 19. Jahrhunderts weit verbreitet waren.

Heute hat sie allerdings einen Status ähnlich dem von Berg-Gorillas und Spitzmaulnashörnern: Eine akut vom Verschwinden bedrohte Orchideen-Rebsorte, die weltweit nicht einmal mehr auf 100 Hektar angebaut wird. In letzter Zeit findet sie allerdings zunehmend wieder das Interesse einer neuen Generation von Weinmachern. Die entdecken ihr Potential auf der Suche nach eigenständigen, traditionellen Rebsorten für Weine abseits der uniformen Langeweile des internationalen Mainstreams.

Vijariego Negro bringt Weine mit frischer Säure und moderater Frucht hervor. Typischerweise wirken die unmittelbar nach der Füllung etwas rau, was der Sorte ein rustikales Image eingebracht hat. Zu Unrecht, denn mit etwas Reife verschwindet der ungelenke Eindruck. Sortenrein ausgebaut ist die Sorte aber ohnehin eher selten zu finden, meist wird sie als Teamplayer in Rotwein- oder auch Rosé-Cuvées eingesetzt. Manche Produzenten nutzen sie auch als Bestandteil ihres Grundwein-Mixes für die Produktion von Schaumwein (a.k.a. Cava).

Vijariego Negro ist eine der vielen Nachkommen der weißen spanischen Leitrebsorte Hebén. Sie gilt als wenig anfällig für Krankheiten und ist ausgesprochen resistent gegen Trockenheit. Das macht sie nicht nur für den Anbau auf den Kanaren gut geeignet, sondern auch als Kreuzungspartner für die Entwicklung von Rebsorten zum Anbau in trockenen und heißen Regionen. Zusammen mit ihrem Partner —> Cabernet Sauvignon ist sie deshalb stolzer Elternteil der australischen Neuzüchtungen Cienna, Rubienne und Tyrian.