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Vin de paille a.k.a. Strohwein

Das Wort Paille bedeutet im Französischen Stroh. Ein Vin de paille ist also – große Überraschung! – das, was man in Deutschland und vor allem Österreich Strohwein nennt. Ein Wein, der seine Süße der Konzentration dem Trocknen der Trauben vor dem Pressen verdankt. Und der so heißt, weil man die Trauben in früheren Zeiten dazu auf Strohmatten gelagert hat. Heute sind dafür allerdings in der Regel meist Holzgestelle gebräuchlich.

Im 19. Jahrhundert war diese Variante der Süßweinproduktion in Frankreich noch weit verbreitet, heute findet sie sich – neben ein paar wenigen Erzeugern an der Rhône – vor allem noch im Jura. Der Vin de paille dort wird sowohl reinsortig aus Savagnin Blanc a.k.a. Traminer als auch aus Cuvées produziert. Dann gesellen sich zur Hauptsorte Savagnin Chardonnay und nicht selten auch die roten Rebsorten Poulsard und – etwas weniger häufig – Trousseau Noir.

Das Trocknen der Trauben dauert in der Regel drei bis vier Monate. Zwischen Ende Dezember und Februar werden die Trauben dann gepresst. Der Most, den man dann erhält, hat zu diesem Zeitpunkt einen Zuckergehalt von bis zu 300 Gramm pro Liter. Durch diesen sehr hohen Wert verläuft die Gärung ausgesprochen langsam – normal ist ein Zeitraum von 12 bis zu 24 Monaten. 14 % sind der Mindestalkoholgehalt für einen Vin de paille. Es gibt aber auch Erzeuger, die weniger hoch vergorene Varianten mit dementsprechend mehr Restzucker auf den Markt bringen – dann gezwungenermaßen als vin de table. So oder so reift der Vin de paille nach der Gärung noch für weitere zwei bis drei Jahre im Barrique.

Vin de paille zeichnet sich durch ein intensives und sehr komplexes Aromenspektrum aus. Jede Menge Trockenobst (Feige, Aprikose, Rosine) wird ergänzt von intensiv nussigen Noten. Der Restzuckergehalt kann variieren – normal sind Werte zwischen 60 und 130 Gramm pro Liter. Da die Trauben vor dem Trocknen eher früh gelesen werden, wird die Süße von einer präsenten Säure ausbalanciert.