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Catarratto

Der Catarratto ist so etwas wie eine graue Eminenz unter den weißen italienischen Rebsorten. Mit über 50.000 Hektar Anbaufläche ist er die zweitmeist angebaute weiße Sorte Italiens, weltweit reicht es immerhin für einen beachtlichen Platz 32 in den Top 50 der Rebsortencharts. Trotzdem ist die Sorte bemerkenswert unbekannt.

Was möglicherweise an der Tatsache liegt, dass Catarratto nahezu ausschließlich auf Sizilien und in Kalabrien zuhause ist. Weiter im Norden des Landes ist er kaum noch zu finden, außerhalb Italiens wächst Catarratto – in Kalifornien und Tunesien – auf gerade einmal noch 100 Hektar. Dabei ist die Sorte, die sich vollständig Catarratto Bianco nennt und in den zwei Spielarten Catarratto Bianco Comune und Catarratto Bianco Lucido vorkommt, sehr alt. Ende des 17. Jahrhunderts wird Catarratto erstmals urkundlich erwähnt.

Seine beiden Spielarten Comune und Lucido sind aller Wahrscheinlichkeit nach Klone derselben Sorte, genauer gesagt ist Letzterer eine Mutation des Erstgenannten. Dessen Ursprung wiederum ist eine natürliche Kreuzung. Und zwar zwischen der uralten Soave-Rebsorte Garganega und dem Mantonico Bianco. Catarratto treibt früh aus und ist mittel- bis spätreifend. Die Commune-Variante gilt als allgemein recht robust geben Krankheiten, die engeren Beerencluster der Lucido-Variante sorgen für eine gewisse Anfälligkeit gegenüber Mehltau a.k.a. Oidium und Botrytis a.k.a. Graufäule.

Der größte Teil der angebauten Trauben wird zu eher simpel strukturierten Weinen vinifiziert, destilliert oder gar unvergoren als rektifiziertes Traubenmostkonzentrat verkauft. In den Händen von Spitzenwinzern wie Eduardo Torres können aus der Sorte aber auch Weine von bemerkenswerter Qualität entstehen. Meist ist der Catarratto dann Teamplayer innerhalb einer Cuvée, die oft schon als Field Blend im Wingert entstanden ist. Er trägt gleichermaßen Frische und Körper in die Weine und zeichnet sich hauptsächlich durch Zitrus- und Kräuteraromen aus. Auch Mineralität, nussige Töne und – in völlig ausgereiftem Zustand – eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Viognier werden dem Catarratto zugeschrieben.