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Poulsard

Poulsard ist ein Methusalem unter den Rebsorten. Schon im Jahr 1386 wird er erstmals urkundlich erwähnt. Heute ist er nur noch auf rund 300 Hektar im französischen Jura zu finden. Im 18. und 19. Jahrhundert war die Rebsorte deutlich verbreiteter: Im Französisch/Schweizer Grenzgebiet um den Genfer See ebenso wie auch unter dem Namen Blauer Blussard am Kaiserstuhl in Baden. Im Jura taucht er auch unter der Bezeichnung Ploussard auf.

Die auffällig großen, pflaumenfarbenen Beeren der Sorte sind nur schwach pigmentiert. Die aus ihr gekelterten Weine erinnern deshalb oft eher an einen Rosé als an einen Rotwein. Sogar Blanc de Noirs lassen sich aus ihr recht problemlos keltern. Trotzdem haben Poulsard-Weine das Potential für Lagerung und Reifung über mindestens ein Jahrzehnt. Sortenrein gekeltert bringt Poulsard duftig-würzige Weine voller herbstlicher Aromen hervor. Er wird allerdings auch oft als Verschnittpartner in Cuvées eingesetzt. Im Jura geschieht das sowohl bei klassischen Rotwein-Cuvées als auch bei Cuvées für den Strohwein a.k.a. Vin de Paille. Auch für die Produktion von Schaumweinen ist die Sorte geeignet.

Im Anbau macht seine dünne Schale den Poulsard anfällig für Mehltau und auch für Sonnenbrand. Er ist zudem frühreifend, was ihm als zusätzliche Achillesferse die Neigung zum Verrieseln durch im Jura durchaus nicht seltenen Spätfröste einbringt. Poulsard hat – neben der verhältnismäßig hellen Farbe noch eine weitere Gemeinsamkeit mit dem Pinot Noir. Seine anscheinend große Mutationsfreude hat eine Spannbreite an Farbvariationen hervorgebracht. Neben dem heute hauptsächlich wachsenden Poulsard Noir existieren auch der Poulsard Blanc und der Poulsard Rouge sowie der geschmacklich durch einen feinen Muskatton variierende Poulsard Noir Musqué. Kommerziell spielen sie allerdings allesamt keine Rolle.