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Trester (a.k.a. Treber)

Schaut man in die Wikipedia, gibt es vor vielen Einträgen zunächst einmal eine Begriffsklärung. Die ist auch beim Trester (a.k.a. Treber) angezeigt. Denn der Begriff bezeichnet sowohl die festen Pressrückstände in der Kelter, als auch den Schnaps, den man aus eben diesen Rückständen destilliert. Wir erklären im Folgenden kurzerhand einfach beides.

Fangen wir mit Nummer 1, den Pressrückständen an. Nicht nur, aber vor allem beim Wein nennt man sie Trester. Manchmal aber auch Treber. Ab und an werden die beiden Begriffe für unterschiedliche Rückstands-Arten gebraucht. Trester bezeichnet dann die beim Weißwein schon vor der Gärung separierten festen Überbleibsel, Treber die des Rotweins, die erst nach der Maischegärung vom Most getrennt werden. Oft werden die beiden Begriffe aber auch einfach nur synonym gebraucht.

Die Beschaffenheit und Menge von Trester a.k.a Treber ist stark abhängig von den Umständen der Pressung zuvor. Entscheidende Faktoren sind die Art der Kelter und des Weins, die Rebsorte, der Pressdruck, ob —>Ganztraubenpressung oder ob vorher entrappt wurde. Als Faustregel gilt, dass rund 25 % vom Gewicht der Maische vor der Pressung als Trester zurückbleiben. Der hat natürlich immer eine gewisse Restfeuchtigkeit, in der sich – abhängig von der Art des Weines – Zucker, Hefen und/oder Alkohol befinden. Manchmal wird dieser Trester einfach als Dünger in die Weinberge ausgebracht oder als Viehfutter verwendet. Insbesondere bei wirklich gutem Ausgangsmaterial wird er aber auch zum Brennen von Trester Nummer 2 verwendet.

Diesen Trester nennt man im deutschen Sprachraum vollständig Tresterbrand. In Italien heißt er Grappa, in Frankreich Marc. Alle drei litten lange aufgrund mangelhafter Destillationsmethoden unter einen ausgesprochen schlechten Ruf. Das Image des geschmacklich minderwertigen Armeleute-Getränks haben sie erst seit Mitte des 20. Jahrhunderts ganz langsam abgelegt. Heute genießen Tresterbrände – insbesondere italienische Grappe – allerdings die vorbehaltlose Anerkennung der Feinschmeckergemeinde. Was sich nicht zuletzt in den höchst beachtlichen Preisen ausdrückt, die für fassgelagerte Spitzenexemplare gezahlt werden.