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Welschriesling

Der Welschriesling ist eine weiße Rebsorte, die vor allem in Österreich ihre Heimat hat. Während sie in Deutschland nahezu unbekannt ist, ist sie dort die drittmeist angebaute Sorte. Obwohl der Name eine andere Vermutung nahelegt, hat sie mit der Rebe für Spitzenweißweine, dem Riesling, ungefähr so viel Gemeinsamkeiten beziehungsweise Verwandtschaft wie der Dorfkrug mit dem Gourmet-Tempel: nämlich so gut wie gar keine.

Der Vorsatz „Welsch“ deutet an, dass der Welschriesling aus einer anderen Region in den deutschen Sprachraum gekommen ist, die genaue Herkunft und Abstammung liegt aber noch im Dunkeln. Welschriesling gedeiht besonders gut im kontinentalen Klima und ist gut angepasst an trockene Umgebungen, weshalb seine Hauptanbaugebiete auch in Ländern liegen, die von diesem Klima mit seinen geringen Niederschlägen dominiert werden. Neben Österreich (3.300 ha) sind des Kroatien (4.460 ha), Ungarn (3.930 ha), Serbien und Slowenien (jeweils um die 2.000 ha) sowie Rumänien, Italien und Tschechien (jeweils mehr als 1.000 ha). Bemerkenswert auch die rund 3.000 Hektar Welschriesling, die inzwischen in China wachsen. In dem Weltrebsorten-Charts belebt der Welschriesling mit Platz 35 immerhin eine solide Position in den Top-50.

Welschriesling ist ertragreich – aber anfällig für Spätfrost und Infektionen durch Oidium, Peronospora und Botrytis. Als typische Aromen gelten grüner Apfel, Nuss und Heu. Trocken ausgebaut bringt die Sorte spritzig-leichte, eher jung zu trinkende Weine mit viel Frucht und Säure hervor, die sich – entsprechend vinifiziert – auch als Grundwein zur Schaumweinproduktion eignen. In geeigneter Umgebung lassen sich aus Welschriesling aber auch hohe und höchste Prädikatsweine herstellen. Im Burgenland werden beachtliche Beeren- und Trockenbeerenauslesen aus ihm gekeltert. Nimmt sich ein Könner wie Stefan Wellanschitz von Kolfok auf einem geeigneten Boden wie Glimmerschiefer der Sorte an, kann der Welschriesling gar zum ausdrucksstarken Individualisten werden.