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Pignola Valtellinese a.k.a. Pignola Spanna

Ihrem Wesen nach ist die rote italienische Rebsorte Pignola eine Orchidee – gerade einmal 28 Hektar Anbaufläche wurden 2016 noch verzeichnet, Tendenz fallend. Von ihrem Namen her ist sie dagegen ein Nadelgehölz. Denn der leitet sich ab von der Pigna – wörtlich übersetzt also dem Pinienzapfen. Er spielt an auf die sehr charakteristische länglich-zapfenartige Form der Trauben, die – der Name gibt schon den entscheidenden Hinweis – im lombardischen Valtellina, aber auch im Piemont heranwachsen. Dort ist die Sorte unter dem Namen Pignola Spanna oder auch Spano bekannt.

Auch im Friaul ist die Pignola beheimatet, sollte dabei aber nicht mit dem dort ebenfalls beheimateten Pignolo verwechselt werden. Wie DNA-Untersuchungen gezeigt haben, beschränkt sich dessen Verwandtschaft mit seiner weiblichen Variante ausschließlich auf den Namen. Genetisch hat der Pignolo mit der Pignola soviel zu tun, wie die Parkbank mit der gleichnamigen Einrichtung für Geldgeschäfte – nämlich gar nichts. Die gleichen genetischen Untersuchungen haben auch eine Eltern/Kind-Beziehung zu einer lokalen autochthonen Rebsorte des Valtellinas namens Rossolino Nero aufgedeckt. Darüber hinaus besteht auch ein nicht ganz so direktes verwandtschaftliches Verhältnis zu Chiavennasca a.k.a. Nebbiolo.

Die Pignola Valtellinese ist mittelfrüh reifend und gilt, nicht zuletzt wegen ihrer äußerst dichten und kompakten Trauben, als anfällig für Echten Mehltau a.k.a. Oidium und Graufäule a.k.a. Botrytis. Dafür aber als recht robust gegenüber Frost und Peronospora a.k.a. Falscher Mehltau. Sie erbringt Moste mit kräftiger Säure und deutlich weicheren Tanninen als der Nebbiolo mit dem sie im Valtellina meist zusammen verschnitten wird.