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Tintilla a.k.a. Tintillo

Mit der Tintilla beziehungsweise dem Tintillo ist’s einmal mehr wie so oft in der Weinwelt: ein wenig kompliziert. Die beiden Begriffe können nämlich das Synonym für immerhin gleich fünf unterschiedlichen spanische Rebsorten sein. Als da wären: Garnacha Tinta (a.k.a. Grenache), Graciano, Monastrell, Trousseau Noir und Vinhão. Welche Rebsorte jeweils genau gemeint ist, kann man zuweilen aus der Region schließen, aus der der Wein stammt. Eindeutig ist das aber nicht immer.

Wenigstens auf den Kanarischen Inseln scheint die Lage aber einigermaßen klar. Hier sind sich nahezu alle Quellen einig: Ist von Tintilla die Rede, steckt Trousseau Noir (in Portugal a.k.a. Bastardo) dahinter. Wie die Rebe, die ihren Ursprung eigentlich im ostfranzösischen Jura hat, den Weg auf die iberische Halbinsel gefunden hat, ist unklar. Aber im Zweifelsfall ging das immer über den Jakobsweg. In ihrer Heimat wird sie nur noch auf 45 Hektar angebaut, auf dem spanischen Festland auf 18 Hektar. Weit verbreitet, nämlich auf über 1.100 Hektar ist sie nur noch in Portugal.

Am häufigsten gebraucht wird Tintilla jedoch als Synonym für die Garnacha Tinta. Kein Wunder – ist die doch mit rund 70.000 Hektar Fläche eine der meistangebauten Rebsorten des Landes. Ist in Andalusien von Tintilla oder Tintilla de Rota die Rede, ist meist der Graciano gemeint, der sich in den letzten Jahren als kongenialer Partner für den Tempranillo im Rioja wieder zunehmender Beliebtheit erfreut. Aber auch Monastrell (a.k.a. Mourvedre) wird zuweilen Tintilla genannt. Die alte autochthone nordportugiesische Sorte Vinhão schließt den Reigen der Rebsorten, die sich hinter der Tintilla verbergen können.