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Weingrün

Der Begriff weingrün hat nichts mit unreifen Trauben zu tun und er ist auch nicht das deutsche Synonym modern ausgebauter Sauvignon Blancs. Weingrün heißen in der Winzersprache Fässer, die keine Geschmacksstoffe mehr an den in ihnen lagernden Wein abgeben. Denn so sehr das bei der Lagerung im Barrique erwünscht ist, so sehr ist es bei anderen Arten des Ausbaus von Wein – beispielsweise beim traditionellen Ausbau von Rieslingen im Fuder an der Mosel oder im (Halb)Stück in der Pfalz – unerwünscht.

Weingrüne Fässer sind immer dann gefragt, wenn beim Ausbau im Holz nur der – neben der Aromatisierung und Tannineintrag – zweite zentrale Einfluss des Holzes gewünscht ist. Nämlich der zwar schwache, aber konstante Gasaustausch durch den leicht gasdurchlässigen Werkstoff. Der bringt – Kleinvieh macht auch Mist – auf die Dauer eben doch ein relevantes Maß an Sauerstoff in die Weine a.k.a. Mikrooxidation. Um so mehr, um so kleiner das Volumen der verwendeten Fässer ist weil die in Relation zur Inhaltsmenge eine größere Oberfläche haben.

Um neu hergestellte oder reparierte Fässer weingrün zu machen, müssen die im Holz noch vorhandenen Tannine ausgespült werden. Das geschieht in der Regel durch mehrfache und -tägige Spülgänge mit heißem Wasser, zum Teil auch chemischen Hilfsmittel wie zum Beispiel Soda und/oder Wasserdampf. Der Begriff wird aber ihn ähnlicher Bedeutung auch in der Gastronomie verwendet. Weingrün gemacht werden hier Gläser – und zwar, indem man sie mit einem kleinem bisschen Wein ausspült, um eventuell vorhandene Spülmittelreste oder andere störende Aromen zu entfernen a.k.a. Avinieren.