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Nebbiolo

Nebbiolo ist eine Rebsorte aus Norditalien. Ob der Name jetzt auf die im Piemont zur Erntezeit regelmäßig aufziehenden Nebel anspielt oder den weißen Belag auf den reifen Trauben lässt sich nicht eindeutig klären. Sicher ist aber, dass sich er vom italienischen Nebbia ableitet. Und das bedeutet eben: Nebel. Sicher ist auch, dass die kleinen und dickschaligen Trauben mit zum besten zählen, was in Italien an den Rebstöcken so herumhängt. Nicht wenige halten den bekanntesten aus Nebbiolo gekelterten Wein (—> Barolo) für den König der italienischen Weine.

Auch sonst sammelt er Rekorde, wie sonst nur noch Bitcoin-Kurs und Immobilienpreise: Einer der langsamst reifenden Rebsorten der Welt ist er – und das gilt sowohl für die Trauben am Stock als auch für die Weine auf der Flasche. Obendrein säure- und tanninbetont wie nur wenig andere, dafür dann aber mit einem Lagerpotential nahe an der Unsterblichkeit. In guten Jahren jedenfalls. Denn – weiteres Superlativ – seine sehr späte Reife macht ihn anfällig für Jahrgangsschwankungen wie wenig andere Sorten. Ungewöhnlich hell ist er dazu.

Für einen Erfolg mit dem Nebbiolo gilt das gleiche, wie für die Gastro-Immobilien. Es braucht drei Dinge: Lage, Lage, Lage! Er zeigt sich bei seinen Ansprüchen ungefähr so wählerisch, wie ein japanischer Sushi-Meister bei der Auswahl des geeigneten Thuns. Kalkhaltiger Mergel muss es sein, steil dazu, Orientierung Süd oder Südwest. Alles andere kommt für Prinzessin Nebbiolo nicht in Frage. Weshalb es auch nur selten gelingt, sie außerhalb der Heimat zur Preisgabe akzeptabler Weine zu überreden. Italien ist ohnehin reich an autochthonen (also lokal verwurzelten) Rebsorten. Beim Nebbiolo scheint’s, als würde er diesen Status militant verteidigen. Kein Wunder, dass sich von den rund 6.000 Hektar weltweit knapp 90 Prozent in Italien befinden, und die dann wiederum fast alle im Piemont.

Manchmal passt dann aber auch einfach alles: Lage, Jahresverlauf, Reife, Wetter zur Lese und nicht zuletzt die Kunst des Winzers. Wer dem Nebbiolo dann noch ein kleines Nickerchen zur Reife gönnt, wird aromatischen Offenbarung belohnt. Rosen, Veilchen, Tabak, Leder, Teer, dazu Trüffel Schokolade und Gewürze. Das Aromenspiel eines gereiften Nebbiolos aus gutem Jahr ist dann höchst komplex. Wie lange so etwas dauert? Bei einem klassischen Barolo gerne mal ein bis zwei Jahrzehnte. Beim Barbaresco geht es meist etwas schneller. Aber neben der Klassik gibt es mittlerweile auch modernere Varianten, die dann gerne auch mal im Barrique ausgebaut werden statt in den großen Fässern aus slawonischer Eiche.

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