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Burgund

Burgund – das ist im Kern eine Kette von Kalkhängen. Nur circa ein Kilometer breit – dafür aber stattliche 150 Kilometer lang. Burgund, das ist auch: ein Mythos. Für den Wein das, was die Haute Couture für die Mode ist. Das goldene Ende der Fahnenstange. Sündhaft teuer, mit zuweilen grotesken Auswüchsen im Preis-Leistungsverhältnis, zuweilen aber einfach einzigartig und fantastisch. Burgund ist nicht zuletzt: sehr, sehr kompliziert. Für Weinnovizen ist der Überblick über das Gebiet ungefähr so einfach wie die Orientierung für Erstbesucher in Tokio: nämlich nahezu unmöglich.

Dabei scheint die Situation auf den ersten Blick übersichtlich: Es gibt mit Pinot Noir und Chardonnay nur je eine relevante Rebsorte für Rot- und Weißweine (von lokalen Raritäten abgesehen), beide kommen sortenrein auf die Flasche. Die weiße Aligoté hat eine Sonderstellung und eine eigene AOC – sie sitzt aber im Vergleich zum Chardonnay eher auf der Reservebank; auch wenn sie immer häufiger eingewechselt wird.

Weinkarte Burgund

Das ganz im Norden gelegene Chablis ist ein Sonderfall: Es ist nicht nur geographisch der Champagne näher als dem Herzen des Burgunds. Danach wird die Situation klarer. Von Norden nach Süden folgen aufeinander: die Côte d’Or mit den Untergebieten Côte de Nuits (eher die ganz großen Roten) und Côte de Beaune, (eher die ganz großen Weißen), die Côte Chalonnaise und dann das Mâconnais. Dem weinrechtlich ebenfalls zum Burgund gehörenden aber historisch völlig eigenständigen —> Beaujolais ganz im Süden haben wir einen eigenen Eintrag gewidmet.

Doch wo gerade die Rede von Historie ist: Das Burgund zählt zu den Gebieten in Frankreich, in denen am längsten Weinbau betrieben wird. Die ältesten Belege datieren aus dem 6. Jahrhundert – vor Christus wohlgemerkt. Für den Weinbau und Weinhandel, wie wir ihn heute kennen, war die Gründung der Zisterzienser 1098 im burgundischen Kloster Citeaux und deren späteres Wirken in Europa ein entscheidender Startpunkt.

Das dreistufige burgundische Klassifikationssystem war Vorbild für viele in Europa (wie auch den VDP/Verband der Deutschen Prädikatsweingüter). An der Basis finden sich mit 54 Prozent der Gesamtmenge Weine aus der Gesamtregion AC Bourgogne. Dann folgen 35 Prozent, die als Ortsweine oder auch Villages klassifiziert sind. An der Spitze schließlich die Einzellagen – entweder als Premier Cru (10 Prozent) oder, wie die obersten 2 Prozent, als Grand Cru klassifiziert.

Die Faustregel lautet: Je präziser auf dem Etikett die Angabe des Ortes, wo der Wein gewachsen ist – desto besser der Inhalt der Flasche. In der Theorie jedenfalls. In der Praxis hat das Erbrecht im Burgund über Jahrhunderte immer kleiner werdende Lagen und Parzellen produziert. Die 50 Hektar der größten Grand Cru Lage Clos de Vougeot teilen sich 85(!) verschiedene Winzer. Und leider sind nicht alle davon große Klasse.

Deshalb ist das Burgund für den Weinfreund ein Minenfeld. Im schlimmsten Fall hat er einen dreistelligen Betrag für eine Flasche von erschütternd dürftiger Qualität bezahlt. Im besten Fall aber bereitet ihm ein wirklich großer Burgunder ein Weinerlebnis, das er für den Rest seines Lebens nicht vergessen wird. Das ist der Grund, warum Namen wie Romanee-Conti, Henri Jayer oder Emanuel Rouget selbst von hartgesottensten Weinfreunden nur mit großer Ehrfurcht ausgesprochen werden. Und warum für diese Wein zum Teil fünfstellige Beträge pro Flasche bezahlt werden.

Doch auch jene, die nicht den Gegenwert eines kleineren Neuwagens in einer Flasche Wein versenken wollen, werden fündig. Zum einen südlich der Côte d’Or in der Côte Chalonnaise und im Mâconnais, zum anderen aber auch in Appellationen, die lange als zu kühl wahrgenommen wurden. Dazu gehören zum Beispiel die Hautes Côtes de Beaune. Erfreulich oft sind die auf naturnahe Weise entstanden. Die Quote der Betriebe, die biologisch oder bio-dynamisch arbeiten ist im Burgund ausgesprochen hoch. Sie geht quer durch alle Qualitäts- und Preisstufen.

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